Rescue me! Die SPIEGEL Titelbilder zum Thema Rettung

Mit SPIEGEL Cover – Rescue me! Die SPIEGEL Titelbilder zum Thema Rettung – geht die Serie in eine neue Runde.

Konsumverzicht

Die eierlegende Wollmilchsau

 DER SPIEGEL stellt sich das recht einfach vor. Die Welt lässt sich retten. Und zwar ohne viel zu tun. Genau genommen ist das auch schon das Erfolgsrezept. Mit einem Lächeln auf den Lippen Konsumverzicht praktizieren. An die Umsetzung und den Erfolg dieser Maßnahme kann man glauben.

Muss man aber nicht.  

Bodenhaftung verloren

Alles in allem also ein ziemlich abgehobenes Titelbildbild. Achtet mal auf den Roller. Der schwebt. 

So wird jedenfalls das Motiv Rettung in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL dargestellt. Wie aber präsentierte DER SPIEGEL das in früheren Ausgaben seit 1970?

SPIEGEL Cover Rescue me: Der Rückblick – Heute mit…

Die Frage WER rettet WAS WIE? lässt sich immer leicht stellen. Aber so einfach die Frage ist, so schwer fällt die Antwort.  Genaugenommen muss DER SPIEGEL auf den Titelbildern sogar 3 Antworten geben. Er tut sich mit dem WIE eindeutig am schwersten.

Rettung von Parteien und Politiker

 Wir haben als Eröffnung gleich das Kapitel mit den größten Rettungserfolgen. Alle Parteien sitzen noch im Bundestag! Schmidt regierte, nachdem DER SPIEGEL sich fragte, wer ihn rettet, noch weitere 4 Jahre. Kohl war sogar noch ganze 13 Jahre zu retten. 

Und hier die Ausnahme von der Regel: 

18/1998: Panik in der CDU – Wie Schäuble die Wahl retten will

(Keine Ahnung, wie er die Wahl retten wollte. Geschafft hat er es jedenfalls nicht. Gerhard Schröder gewann die Bundestagswahl jenes Jahres)

Rettung der Städte

Ich war noch nie in Berlin oder New York, vermute aber, die Antwort lautet ja. Die Städte sind noch zu retten.

Gesundheit

Das ist schön. Ich habe keinen Grund zum Meckern entdeckt. Die Lebenserwartung steigt, die Mortalität der Krebserkrankungen sinkt. 

Rettung der Energie

Nun, ja. Sämtliche Titelbilder entstammten den Siebzigern. Die Ölkrise wütete. Und die alternativen Energien steckten noch in den Kinderschuhen.

Rettung diverser Länder

Deutsche Rettungen

Die Forderungen beziehen sich zumeist auf Forderungen zur Rettung der deutschen Sprache und der deutschen Wirtschaft. 

Nicht witzig: 

Die erste Forderung lautet Rettet die deutsche Sprache (1996)

Ziemlich genau 10 Jahre später lautet die Forderung Rettet dem Deutsch

Und nun:

Rettet Europa!

Okay. Ein Freudscher Fehler hat sich eingeschlichen. Bis auf die Amerikaner interessiert sich auf den Titelbilder des SPIEGEL eigentlich nur jeder für die Rettung des Euro. 

Macron ist übrigens der einzige Typ neben Lafontaine, der mehrmals als Retter präsentiert wird. Ein weiteres mal schaffte er es noch in die dreiteilige Titel mit

11/2017: Emanuel Macron: Der Mann, der Europa retten soll 

Rettung der Welt!

Die Auflistung beenden möchte ich mit dem zweitwichtigsten Kapitel: Die Welt.

Geht es aber auch andersrum?

Kann die Welt auch retten? Diese Frage ließ der SPIEGEL jemand aus Aleppo in der dreiteiligen Titelleiste stellen.

51/16: Hilferuf aus Aleppo Ich bitte die Welt, retten sie uns!

Praktisch parallel zu dem Appell zogen Assads Truppen in die Stadt ein. Anscheinend gefiel das vielen. Die Mehrheit der Bewohner kehrte zurück. 

Als Schriftband hat in dem Kapitel Lafontaine noch seinen zweiten Auftritt:

47/1998 Wie Lafontaine die Weltfinanzen retten will

Tabellarische Übersicht der besten Retter

WERRETTET WAS
Die ParteienDie Parteispender
Helmut SchmidtSPD
Die FrauenSPD
LafontaineSPD
LafontaineWeltfinanzen
Merkel & ObamaWeltfinanzen
Die ReichenDie Welt
Entschlossenes HandelnDie Welt
Ethischer KonsumDie Welt
Richtiges gutes LebenDie Welt
Das MilitärPolen
Die WeißenAfrika
Bleifreies BenzinDer Wald
Der WaldDas Klima
SozialabbauDie Wirtschaft

Habe ich vielleicht ein thematisch passendes SPIEGEL Titelbild übersehen? Kennt ihr noch weitere? Nur zu! Schreibt mir!

Und hier geht es zur Hauptseite: 

Themenübersicht Spiegel Titelbilder

DER SPIEGEL ist eine der auflagenstärksten deutschen Wochenzeitschriften, und bei den Titelbildern legen sie sich richtig ins Zeug. Die SPIEGEL Cover schafften es sogar schon zu Ausstellungen in Museen. Für sämtliche Cover liegt das copyright bei DER SPIEGEL

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