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Corona Lockdown – Wird ein Monat reichen!?

Die Bundesregierung hofft auf einen einmonatigen Lockdown. Ob das klappt? Wir schauen uns deshalb den zeitlichen Ablauf der ersten Welle an.

Der Wellenbrecher-Lockdown
Merkels Marotte – Esel und Karotte
Wird ein einmonatiger Lockdown ausreichen?
Das Fazit

Der Wellenbrecher-Lockdown

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder trafen sich in einer historischen Video-Schalte am 28. Oktober 2020. Zu dem Zeitpunkt schien die zweite Corona-Welle bereits außer Kontrolle geraten zu sein. Die Fallzahlen schossen nach oben. Kontakte Infizierter konnten aufgrund der schieren Menge nicht mehr vollständig zurückverfolgt werden.

Der Bundestag Merkel und die Länderchefs entschlossen sich deshalb zu einer drastischen Reaktion. In einem häufig als „Wellenbrecher“ bezeichneten Lockdown gelten ab 2. November nun härtere Einschränkungen:

  • In der Öffentlichkeit ist der Aufenthalt nur noch in Gruppen von maximal 10 Personen erlaubt. (Und wenn die aus 3 oder mehr Haushalten kommen, ist es auch schon wieder verboten)
  • Die meisten Freizeiteinrichtungen wie Theater, Schwimmbäder,  Gastronomiebetriebe etc. müssen schließen.
  • Konzerte und Sportveranstaltungen werden nur noch ohne Publikum oder eben gar nicht stattfinden.

Merkels Marotte – Esel und Karotte

Laut Plan wird dieser Lockdown nach knapp einem Monat zum Erfolg führen. Ziel ist es natürlich, die Zahl der Neuinfektionen, so weit es eben geht, nach unten zu drücken. Als Anreiz dient ein harmonisches Weihnachtsfest im Kreis der Familie und der Menschen, die wir lieben.

Diese, quasi vor der Nase baumelnde, Karotte soll die Bevölkerung dazu bringen, stoisch wie ein Esel nach vorne zu trotten und den Lockdown zu ertragen.

Wird ein einmonatiger Lockdown ausreichen?

Doch welche Erfolgschancen hat dieser Plan? Klappt das auch? Wir schauen uns deshalb mal den Ablauf der ersten Welle und des ersten Lockdowns an.

Wir haben hier den Chart der aktiven Fälle in Deutschland für den Zeitraum des ersten halben Jahres vor uns (Quelle: Worldometers). Als die Regierung den ersten Lockdown (22.3.20) verkündete, betrug die Zahl der aktuell Infizierten gut 24.000. Die Kurve stieg noch knapp 2 Wochen lang  an. Dann erreichte sie mit 73.000 einen ersten vorläufigen Scheitelpunkt.

Einen Monat später lag diese Kennzahl jedoch noch deutlich höher als zu Beginn des Lockdowns. Sie belief sich am 22. April ziemlich genau auf 46.000 aktive Fälle.

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Und das die Zahlen danach weiter nach unten ging, lag vermutlich auch nicht am Lockdown, sondern einer weiteren in Kraft getretenen Maßnahme:

Die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften setzte Ende April ein.

Dummerweise stieg die Kurve inzwischen auch mit Maskenpflicht weit über das Maximum der ersten Welle an. Wir liegen aktuell bei 175.000 Fällen.

Das sieht nicht gut aus. Wir haben nicht nur ein höheres Niveau als während der ersten Welle erreicht. Nein. Auch der Anstieg verläuft wesentlich steiler.

Das Fazit

Nein, sehr wahrscheinlich wird der Wellenbrecher-Lockdown auch über Weihnachten in Kraft bleiben.

Was meint Ihr dazu?  Das würde mich interessieren! Schreibt Eure Gedanken doch einfach in die Kommentar-Box unten ⇓ rein!

markus

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markus
Tags: Gesundheit