SPIEGEL Cover Obama

Mit SPIEGEL Cover Obama geht die Serie in eine neue Runde

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So wird Obama in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL dargestellt. Wie aber präsentierte man ihn in früheren Ausgaben?

 

SPIEGEL Cover Obama: Der Rückblick

Wie aber wurden früher die gleichen Sachverhalte präsentiert? Diese Reihe zeigt, wie sich manche Themen ab 1970 hinweg entwickelten. (oder auch nicht.)

Obama schafft es insgesamt 16 mal auf die SPIEGEL Cover. (Wer die komplette Liste einsehen will, kann mich ruhig anschreiben) Damit erreicht er Platz 15 Der Personen-Top-Liste. Allerdings ist er auch der zweit erfolgreichste US-Präsident. Nur ein Präsident liegt vor ihm. Dieser kommt bis jetzt auf 23 Titelbilder. Wer es wohl ist? Die Antwort gibt es am Ende des Artikels.

Teil 1- Ein fantastischer Start

Kein anderer Politiker rockte in den späten 2000er Jahre die Massen so stark wie Barack Obama. Wo der präsidentschafts-Kandidat auftrat, brandete Begeisterung auf. Auch mich erinnerte er mit seinem Charisma und Elan stark an John F. Kennedy. Der Gegensatz zu seinem republikanischen Widersacher Cain hätte kaum größer sein können. Auf der einen Seite ein abgehalfterter, alter, weißer Mann. Auf der anderen der erste schwarze Präsidentschaftskandidat der USA. Ein dynamischer junger Mann mit Charisma im Überfluss.

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Damit fing Anfang 2008 der Hype an. Obama war noch kein Präsident, aber schon der große Hoffnungsträger
Ein Titelbild aus dem Sommer 2008: Es ging in dem Stil weiter. Obama, der Superstar
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Herbst 2008; er wurde inzwischen zum Präsidenten gewählt. Vom amerikanischen Volk für die USA. Vom SPIEGEL für die ganze Welt. Na, das sind doch mal Vorschusslorbeeren!
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Im Triumpf mit seiner Frau Michelle -das übelste Jahr der Finanzkrise, 2009, fing gerade an.
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Im gleichen Jahr rettet er Merkel. Besser geht´s nicht!
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Na, klar, geht es besser! Ende 2009 bekommt er den Friedensnobelpreis überreicht!

Teil 2 Nun, ja

Und das war es. Nach einer vergleichsweise kurzen Phase großer Euphorie (2008-2009) rockt die Berichterstattung des SPIEGEL nicht mehr. Obama erscheint ab 2011 mal als Versager, mal als gelenkt von den Banken. Meist hat er etwas 1984-haftes an sich. Informationen sind wichtig. Deshalb müssen die Geheimdienste auch alles wissen. Informationen sind aber auch heikel. Deshalb darf die Bevölkerung vieles nicht wissen.

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Obama, die Marionette der Hochfinanz (2011)
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Obama, der Versager (2012)
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Obama, der große Bruder (2013)

Was sind Whistleblower?

Barack Obama hatte vor seiner ersten Wahl eine einfache Erklärung parat: die beste Quelle für Informationen über Verschwendung, Betrug und Missbrauch in der Regierung. (Der Punkt Whistleblower steht weit unten in dem Text. Es handelt sich um den 4. letzten) Danach wurden unter seiner Führung mehr Whistleblower angeklagt, als unter allen anderen Präsidenten.

Äh. Das läuft dann wohl unter Wasser predigen und Wein trinken.

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Obama im Schatten Kennedys (auch 2013)
Obama
Nein, sie gucken zu weit oben. Obama hat keine Freunde. Hier wird er nur im unteren mittleren Titel erwähnt. (2015)

Es geht in dem Beitrag aus obigem Heft um gezielte Tötungen. Dabei unterschreibt der US-Präsident eine geheime Liste. Jeder, der auf der Liste steht, hat ein echtes Problem an der Backe. Die mächtigste Nation der Welt will ihn tot sehen.

Viele wissen, dass sie auf der Liste stehen, zum Beispiel Top-Terroristen. Dagegen machen können sie nicht viel. Vielleicht verstecken. Juristisch sich verteidigen, ist nicht. Ein Ausschuss hatte in dem Fall Anklage, Verteidigung und Richter in Personal-Union übernommen. Andere wissen, weil sie unschuldig sind, nicht einmal, dass über sie bereits ein Urteil gesprochen wurde. Easy Targets.

George Bush Junior, ein waschechter Draufgänger, ordnete den Todesbefehl 44 mal an. Barack Obama, ein waschechter Friedensnobelpreisträger kam bis Ende 2013 auf 239 Todesbefehle. Es ist unwahrscheinlich, dass er danach auf die Option verzichtet hat.

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Obama im Schatten Putins. Was macht er da eigentlich mit seinem Zeigefinger in der Nähe von Putins Hoden? (2016)

So, der US-Präsident, der am häufigsten auf Titelbildern des SPIEGEL gezeigt wurde, war Ronald Reagan.

Habt ihr richtig getippt?

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DER SPIEGEL: Twins – Die Zwillings-Titelbilder

DER SPIEGEL ist eine der auflagenstärksten deutschen Wochenzeitschriften, und bei den Titelbildern legen sie sich richtig ins Zeug. Die SPIEGEL Cover schafften es sogar schon zu Ausstellungen in Museen. Für sämtliche nachfolgenden Cover liegt das copyright bei DER SPIEGEL

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