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Probepackung Kinder Yogurt’in – Ferrero im Verpackungswahn

Mit dem neuen Kinder Yogurt’in übertreibt Ferrero den Verpackungswahn. Ihr Probierpaket hat einen absurd hohen Verpackungsanteil von 88%

„Was ist das?!“, fragte Kim und sah mich an. Sie kniete im Wohnzimmer vor einem 25-teiligen Puzzle mit zwei Eisprinzessinnen. Sie kam schon seit einer geraumen Weile nicht mehr weiter und brauchte dringend Ablenkung.

Eben hatte ich vom Paketboten eine Schachtel mit einem Volumen von etwa 5 Liter in die Hand gedrückt bekommen. Ich war zu Besuch bei ihrer Mutter. Was in dem Paket sein sollte, konnte ich ihr auch nicht sagen.

„Mama?“

„Also ich habe nichts bestellt.“ erklärte Tanja. Sie stand in der Kochecke, wo sie Gemüse schnitt.

„Vielleicht sind es ja meine Kinderyos?!“

„Deine was?“

„Ach, ich habe für die Kim im Internet drei gratis Milchschnitten angefordert.“ erklärte Tanja.

„Kinderyos!“ verbesserte Kim.

„Kinderyos?“ hakte ich nach.

„Das ist so eine Produkteinführung.“ meinte Tanja. „Die neuen Milchschnitten heißen nicht mehr Milchschnitten. Die nennen das jetzt Kinder Yogurt’in.“

„Also hier drin sind sie schon mal nicht.“, sagte ich, während ich mit leichten Auf- und Abbewegungen das Gewicht des Paketes schätzte. „Das Teil wiegt ein halbes Kilo.“ Später, nachdem wir es auf einer Haushaltswaage gestellt hatten, kam heraus, es wog fast 700 Gramm.

Unboxing

„Und was ist da jetzt drin?!“ insistierte Kim. Sie ließ ihr Puzzle links liegen und kam zu mir herübergewatschelt.

„Nichts da. Ich mache das auf.“ erwiderte Tanja. Sie wusch ihre Hände, dann kam sie mit einem Messer zu uns. Nachdem sie die Schachtel auf den Wohnzimmertisch abgestellt hatte, schnitt sie vorsichtig den oberen Rand auf. Glückliche Erwachsene mit einem Kinder Yoghurt’in in der Hand lächelten uns auf einem Deckblatt an.

„Meine Kinderyos!“ triumphierte Kim.

Irritiert schüttelte Tanja das Paket.“Wie viele Milchschnitten haben die denn da rein getan?! Das können doch unmöglich nur 3 Stück sein!“

Kim nahm das Deckblatt und warf es achtlos zur Seite. „Weiter!“

Nun blickten wir auf einen Styropor-Deckel. Tanja hob ihn an, und er entpuppte sich als die obere Hälfte eines dickwandigen Kühlbehälters.

„Was ist das?“ ehe wir reagieren konnten, schnappte sich Kim etwas quallenartiges, das darunter lag. Sie beugte sich quer über den Tisch, dann hielt sie es in den Strahl der Abendsonne. Es glitzerte.

Einer der beiden Kühlakkus Gewicht ca. 220 gr

„Das ist ein Kühlakku“ erklärte Tanja.

„Das ist nicht kühl. Das ist warm.“

„Na, ja, es war mal kühl.“

Darunter lag ein Dreierpack Milchschnitten, gefolgt von einem weiteren Kühlakku, gefolgt von der unteren Hälfte des Kühlbehälters.

„Die haben ja wirklich nur drei geschickt. Na, dann gibt es heute Abend zumindest doch einen Nachtisch.“ meinte Tanja achselzuckend.

Der Verpackungsanteil

3 Kinder Yogurt’in a 28 gr bekam Tanja an diesem Tag mit der Post.

Macht 84 gr. insgesamt bei 610 gr. Verpackung und 700 Gramm Gesamtgewicht. Das macht einen Verpackungsanteil von gerade einmal 88 %.

Umwelt duck dich!

Fun Fact zum Schluss

Wir führten mit dem vorhandenen Material eine statistische Erhebung durch. Drei Testpersonen gaben ihr Votum ab.

Es lautete zweimal „geht so“

und einmal „will noch jemand meine zweite Hälfte?“

Letzte Worte

Und wie hören wir auf?!

Wir lassen natürlich Ferrero das letzte Wort:

Gelebte Verantwortung Ferrero trägt

Verantwortung für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, die in unsere Wertschöpfungskette einfließen. Zentrales Ziel ist es, Produktionsaktivitäten zu optimieren und ihre Umweltauswirkungen zu minimieren

markus

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markus