Mit Fake-Facts das Fahrverbot umfahren

Die Politik traf das völlig unvorbereitet: 10 Jahre nach Einführung der Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft verhängten jetzt Richter die ersten Fahrverbote. In Zonen mit besonders hohen Schadstoffwerten ist das Fahren mit Diesel nicht mehr erlaubt. Viele in der Regierung machten ein erstauntes Gesicht. 

Fahrverbot
Ist hier ein Fahrverbot angebracht? Nein. Natürlich nicht. Aber ein Inhalationsverbot wäre nicht verkehrt. Bildquelle Pixabay Fotograf Ben_Kerckx

Wie lässt sich das bloß noch verhindern?

Angela Merkel hatte eine erste gute Idee: In gewissen Rahmen die Grenzwerte einfach ignorieren.

Inzwischen steht auch ein anderer Plan vor einer Renaissance. Warum nicht die Luftmessstationen einfach von der Straße weg verlegen?

Wir vom 5-Minuten-Blog haben das zum Anlass genommen auch mal scharf über das Problem nachzudenken. Wie kann man die Interessen von Auto-Industrie und Anwohner gleichermaßen unter einen Hut bringen?

Heraus kam unser

Maßnahmen-Katalog der optimierten Messergebnisse

Grenzwerte neu definieren: Mit einer Erhöhung der Grenzwerte auf vernünftige 50 µg/m3  wäre der Auto-Industrie schon sehr geholfen!

Schonung der Messgeräte I: Zu Stoßzeiten wird die Messung ausgesetzt. Das erhöht ihre Lebensdauer der Luftmessstationen und schont so den Geldbeutel der Steuerzahler.

Festlegung eines Messwert-Maximums: Einzelne statistische Ausreißer führen oft zu unangebrachten Verzerrungen. Nicht selten wird die eigentlichen Aussage der Statistik so ins Gegenteil verkehrt. Wir plädieren daher für einen einen Oberwert von 55 µg/m3, um das zu verhindern.

Schonung der Messgeräte II: Zum Schutz der empfindlichen Sonden-Technik muss die Sonde von einer Schutzkappe vollständig umhüllt werden.

Erweiterter Messbereich: um die Belastung für Vögel und Fluginsekten zu dokumentieren, wird an hochbelasteten Messstellen die Messung zukünftig in 30 Meter Höhe erfolgen.

Einführung von Dämpfungs-Koeffizienten: Falsche Mess-Daten können zu überhöhten Ergebnisse führen. Deshalb plädieren wir dafür sämtliche Rohdaten mit einem Dämpfungs-Koeffizienten von 0,8 zu multiplizieren.

Wir glauben der Politik mit diesem Katalog einen guten Leitfaden in die Hand zu geben. Es wird ihr so gelingen mit geringem Aufwand ein gutes Ergebnis zu erzielen. 

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