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Der SPIEGEL – Der Atemschutz auf dem Cover

Mit SPIEGEL Cover Atemschutz geht die Serie in eine neue Runde.

FAQ

Das aktuelle Titelbild des Spiegel zeigt einen Typen, wahrscheinlich ein Arzt, der vor etwas steht, was wohl ein Feldlazarett ist. Kein schlechtes Cover! Es verdeutlicht die Limitiertheit der Mittel. Und auch die Notwendigkeit zur Improvisation. Leider ist es aber auch nicht besonders gelungen. Denn für ein Titelbild hat es die Redaktion hoffnungslos mit Text überfrachtet. So jedenfalls wird ein Atemschutz in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL dargestellt. Wie aber präsentierte DER SPIEGEL das in früheren Ausgaben seit 1970?

SPIEGEL Cover Atemschutz: Der Rückblick – Heute mit…

Eigenschutz ist wichtig
Es gibt natürlich auch noch andere
Die Lösung

Eigenschutz ist wichtig

Vor mehr als einem Vierteljahrhundert arbeitete ich noch in der chemischen Industrie. Der Betrieb, in dem ich eingesetzt war, stellte den Rohstoff für Farben her. Das war zunächst ein sehr feuchter Schlamm. Nach etlichen Produktionsschritten wurde er jedoch als knochentrockenes Pulver abgefüllt. Wann immer die Sonne in die Fabrikhalle hineinschien, sahen wir rötlichen oder bläulichen Staub in den Lichtstrahlen tanzen. Die Firmenleitung stellte uns deshalb Atemschutzmasken zur Verfügung. Jeder Neuling, der nach dem ersten Arbeitstag unter der Dusche stand, musste bloß an sich herunterschauen, um einzusehen, warum es unbedingt notwendig war, die Atemschutzmasken auch zu tragen. Allerdings trugen tatsächlich nur Rookies Atemschutzmasken. Jeder, der mehr als ein paar Monate in der Produktion auf dem Buckel hatte, wusste, warum es unbedingt notwendig war, die Atemschutzmaske nicht zu tragen. Die Dinger sind auf Dauer einfach zu unbequem. Sollen sie tatsächlich einen Effekt haben, wird es irgendwann zu kraftraubend durch die Abdichtung zu atmen. Den Rekord stellte damals ein hochgewachsener zartgliedriger Homosexueller auf. Unverdrossen und ausdauernd wie ein Marathonläufer hatte er drei Monate lang vorschriftsmäßig die Atemschutzmaske auf. Während unsere Lungen bei einer Obduktion ausgesehen hätten wie ein abstraktes rotblaues Kunstwerk, hätte seine wohl rosig frisch gewirkt. Nach dem Vierteljahr kam jedoch der Sommer. Der Schweiß konnte unter seiner Atemschutzmaske nicht verdunsten. Und Hautunreinheiten verstärkten sich innerhalb von Tagen. Ruckzuck kloppte er seine Atemschutzmaske in die Tonne.

Es gibt natürlich auch noch andere

In westdeutschen Kliniken infizierten sich in dem Jahr eine halbe Million Patienten an Bakterien und Viren. Hygiene Professor Rotter ärgerte sich schon 1988 über den maßlosen Einsatz von Antibiotikamore
Weit weniger beachtet ist eine zweite Funktion des Mundschutzes. Er kann nämlich nicht nur dafür sorgen, sich selbst vor Infektionen zu schützen. Vielmehr bietet er auch die Möglichkeit andere vor den eigenen Keimen zu schützen. Diese zweite Galerie ist mit 7 Bildern auch nicht einmal halb so groß wie die Erste.

Die Lösung

Irgendjemand mit Mundschutz hält halt eine Ampulle in die Kamera.
Ein ähnliches Titelbild könnte beim aktuellen Corona-Virus irgendwann im Frühsommer auftauchen. Obige SPIEGEL Cover hatten alle eine Ausgabenummer von 18 bis 24. Habe ich vielleicht ein thematisch passendes SPIEGEL Titelbild übersehen? Kennt ihr noch weitere? Nur zu! Schreibt mir! Und hier geht es zur Hauptseite: Themenübersicht Spiegel Titelbilder DER SPIEGEL ist eine der auflagenstärksten deutschen Wochenzeitschriften, und bei den Titelbildern legen sie sich richtig ins Zeug. Die SPIEGEL Cover schafften es sogar schon zu Ausstellungen in Museen. Für sämtliche Cover liegt das copyright bei DER SPIEGEL
markus

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