Christine Lagarde: Mario, eine Frage hab ich noch! (alternative Antwort)

Christine Lagarde ist als erfahrene Politikerin im Verhandeln geübt. Sie weiß, bekommt man eine Antwort, die einem nicht gefällt, muss man eben die Frage ein zweites mal stellen.

Und hier gibt es noch einmal Draghis erste Antwort.

Der 5 Minuten Blog ist übrigens seinerzeit Zeit weit voraus! Unser offizieller Weihnachts-Beitrag erschien bereits gestern!

Wahn und Wirklichkeit der Anleihenkäufe der EZB

Die EZB hat ihre Anleihenkäufe reaktiviert. Wir schauen uns in zwei kleinen Diagrammen mit sehr großen Zahlen an, wie es nur soweit hatte kommen können
Quantitative Lockerung
Bad moon rising? Die EZB bei Nacht

Mit Beginn letzten Monats hat die EZB ihr umstrittenes Anleihenkaufprogramm reaktiviert. Sie erwirbt nun Monat für Monat Staatsanleihen für 20 Milliarden Euro.

Das ist eine gute Gelegenheit, uns in zwei kleinen Diagrammen mit sehr großen Zahlen anzuschauen, wie es nur soweit hatte kommen können.

Diagramm 1: Wie das Anleihenkaufprogramm ursprünglich geplant war

Anleihenkäufe

Die Konjunktur der Eurozone dümpelte im Frühjahr 2015 schon eine Weile lang lustlos vor sich hin. Auch die Inflation kam nicht recht vom Fleck weg. Da haute Mario Draghi auf einer Pressekonferenz mit einem mächtigen Hammer auf den Tisch.

Unglaublich und gigantisch?!

Die EZB würde ab März 2015 monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen kaufen. Und das würde so anderthalb Jahre lang laufen. Insgesamt flößen Staatsanleihen von etwas über einer Billion in das Depot der EZB.

Die meisten deutschen Medien zeigten sich von der schieren Größe des Quantitative Easing -Programms  entsetzt. Vom Euro als Weichwährung war die Rede. Häufig wurde dieser erster Entwurf mit Adjektiven wie unglaublich oder gigantisch bezeichnet.

Und wie unglaublich und gigantisch es wirklich war, sehen wir im zweiten Diagramm.

Diagramm 2: Wie das Anleihekaufprogramm tatsächlich ausgeführt wurde

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