Griechenland muss wieder auf eigenen Beinen stehen! Und wer alles hat das gesagt?

Griechenland
Bald wird Griechenland wieder auf eigenen Beinen stehen Bildquelle Pixabay

Gut Ding will Weile haben.

Die EU-Finanzminister haben sich gestern tatsächlich auf ein Ende für Griechenlands Finanzhilfen geeinigt. Natürlich fiel auch bei diesem Treffen in Luxemburg ein unvermeidlicher Spruch. Nämlich der, dass Griechenland wieder auf eigenen Beinen stehen müsse.

Manche Allgemeinplätzchen werden einem so oft serviert, dass man im Nachhinein schon nicht mehr weiß, wer sie gesagt hat.

Zum Thema Griechenland gibt es natürlich sehr viele Plattitüden. Heute geht es um die Floskel auf eigenen Beinen stehen

und gesagt hat es:

1855

Edmond About (französischer Schriftsteller geb. 1828 ges. 1885)
auf eigenen Beinen stehen
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Als junger Mann in seinen zwanziger Jahren besucht der Autor About auch für einige Jahre Griechenland. Sein Fazit fällt zeitlos schön aus. „Griechenland ist das einzige bekannte Beispiel eines Landes, das seit dem Tag seiner Geburt im totalen Bankrott lebt. Es lebt in Frieden mit einem Staatsbankrott. Alle griechischen Budgets, vom ersten bis zum letzten, weisen ein Defizit auf. Griechenland kann nur dank ausländischer Geldgeber überleben.“

Mit Klagen, die uns heute noch erschreckend vertraut klingen, geht es weiter: Die Steuermoral tendiert gen Null. Was natürlich auch eine zutiefst marode Finanzverwaltung einschließt. Es will einfach keiner zahlen. Alle Versuche des Staates, Geld bei seinen Bürgern einzutreiben, floppen. Die Reichen des Landes entziehen sich dem geltenden Recht. Vetternwirtschaft und Korruption sind an der Tagesordnung. Als Prophet in der Wüste kommt er zu dieser Schlussfolgerung: Das Land werde finanziell nie auf eigenen Beinen stehen.

Was für eine bösartige Fehleinschätzung! Und das von einem Mann, der weder politische Erfahrung vorweisen konnte, noch Notenbanker war. Zum Glück widerlegten ihn zahlreiche Experten ab 2010!

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Europas Kosten neu benannt

Nun steht also der Koalitionsvertrag der GroKo II.

Vieles, was ich mir gewünscht hätte, fehlt. Was im Überfluss vorhanden ist, sind Treueschwüre zur Europäischen Union. Italienische Zeitungen waren begeistert über den Koalitionsvertrag und prägten eine neue Floskel:

Mehr Europa 

mehr Europa

Mit dieser griffigen Formel gelangten die Italiener auf Anhieb auf meine Liste der schönsten Verharmlosungen der Kosten Europas! Wenn ihr wissen wollt, was hinter der Begeisterung steckt, könnt ihr gleich in die Top Ten vorscrollen. Mehr Europa schaffte es auf Platz 5

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SPD erfindet neben KoKo weitere Kooperations-Modelle!

Kooperations
Darf der jetzt schon lächeln?

Da hat die Parteilinke der SPD mit einer genialen Ei-des-Kolumbus Idee doch glatt neue Hoffnung gemacht! Der KoKo.

Was ist die KoKo?

Die KoKo soll keine GroKo II sein. Vielmehr wird sich die SPD bei der Kooperations-Koalition (KoKo) wie in einer Art Amphibien-Fahrzeug fortbewegen. Bei manchen Themen agiert sie in der Regierung. Bei anderen in der Opposition. Best of both worlds.

Wie geht es jetzt weiter?

Begeistert von dem eigenen Einfall hat die SPD bereits weitere Kooperations-Modelle entwickelt…

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Verkehrte Welt – Zinsen für Ratenkredit werden negativ

Wer eine Weile lang das Glück hatte, sich nicht um Finanzen kümmern zu müssen, kann sich nun erstaunt die Augen reiben.

Ratenkredit

Ihr seht in obigem Chart die Entwicklung des durchschnittlichen Zinssatzes eines Ratenkredits mit 36 Monaten Laufzeit.

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