Finanzen

Ein Hilfsfonds kommt selten allein

Bildquelle wikipedia

Mit Hilfsfonds ist es wie mit Beinen. Mit zwei läuft es sich einfach besser.

Das glaubt zumindest Christine Lagarde. Sie ist die Direktorin des IWF. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2011 hatte sie schon viele gute Ideen das Geld anderer Leute um zu verteilen. Das nun ist ihre neueste Idee.  

Eigentlich sollte die Währungsunion gar keinen Hilfsfonds haben. 

So jedenfalls lautete das Mantra zur Euro Einführung. Schließlich sollte das Teil eine Währungsunion werden. Keine Haftungs- oder Transferunion.

Eigentlicher aber warf man das Ganze im Frühjahr 2010 über den Haufen. Die Griechen drohten pleite zu gehen. Es kamen erst bilaterale Kredite, dann ein Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus. Im zweiten Anlauf kürzte man das Wortungetüm etwas ab. Es hieß dann nur noch Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (allerdings erhöhte sich die Bilanzsumme) Das ist immer noch zu lang und umständlich? Kein Problem. Am Ende fand man folgendes kurzes Wortungetüm: Europäischer Stabilitätsmechanismus (und erhöhte selbstverständlich abermals die Bilanzsumme) 

Das langt nicht, klagt Lagarde

Der Europäischer Stabilitätsmechanismus beseitige doch nur die Altlasten vergangener Krisen. Was aber ist mit den zukünftigen Krisen? Dafür braucht es auch einen Hilfsfondes. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Oder wie ich den Spruch gerne abändere: Spare in der Zeit, dann hat der Staat in der Not.

Lagarde schwebt vor, jedes Land solle läppische 0,35 Prozent seines Brutto-Inlands-Produkts in diesen Fonds überweisen. Das macht bei Deutschland gerade einmal mikroskopisch kleine 11,4 Milliarden pro Jahr.

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Ihr findet die Zahl immer noch zu groß?

Kein Problem. Die lässt sich locker verkleinern: 11,4 Milliarden durch 82,67 Millionen Steuerzahler belaufen sich auf homöopathische 138 Euro pro Jahr und Steuerzahler. Das sollte uns doch ein nachhaltiger Euro wert sein?

Oder etwa nicht?

Und zum Abschluss des Beitrags gibt es einen echten Klassiker. Den Wahlflyer der CDU zur Europawahl 1999:

Genießen wir ihn wie einen guten Rotwein

markus

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markus