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Ich bin der Böse?! Schizophrene Schriftsteller im Kino

Haben wir Druckabfall in der Kabine? Wir sehen Ed Norton in seiner berühmtesten Rolle als der namenlose langweilige Durchschnittstyp in Fight Club

Die meisten denken bei Schizophrenie im Kino an so berühmte Filme wie Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen oder A beautiful Mind mit Russell Crowe. Das ist sehr leichtsinnig! Gespaltene Persönlichkeiten tauchen im Film am häufigsten als schlimme schizophrene Schlitzer auf.

Verkörpert werden sie dabei verkörpert von so bekannten und profilierten Schauspielern wie Jim Carrey, der blutjungen Sharon Stone, Timothy Hutton, nochmal Jim Carey, Johnny Depp, Michael Caine, Ed Norton,  Jim Carey (mal wieder), Christian Bale, Spencer Tracey…

Und die werden wir im Rahmen der Reihe Nischen-Genres mal genauer unter die Lupe nehmen.

Schizophrene Schriftsteller – heute mit

Number 23 (2007)
The dark Half (1993)
Das geheime Fenster (2004)

Number 23 (2007)

Wir erleben hier Jim Carrey in einer seiner ernsten Rollen. Er spielt den wirklich harmlosen Hundefänger Walter Sparrow. Walter kann keiner Menschenseele etwas antun. Zumindest glaubt das er und sein Umfeld. Vielleicht hätten sie aber auch einfach nur mal die Hunde fragen sollen.

Jedenfalls kommt Walter an dem Roman Number 23 so einiges merkwürdig vor. Er stellt sich immer stärker ausweitende und obsessiv werdende Nachforschungen an. Kann es etwa sein, dass der Autor des Romans auf super verklausulierte Weise einen Mord gestanden hat?!

Na, klar kann das sein. Und jetzt dürft ihr exakt einmal raten, wer denn den Roman geschrieben hat.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“. Und genauso gekünstelt und unnatürlich kommt Number 23 auch daher.

The dark Half (1993)

Stephen King schreibt wirklich gern über Schriftsteller, die erst unter einem Pseudonym die richtig großen Erfolge verbuchen. Misery ist der wohl bekannteste Roman dieser Art. Wobei zur Ehrenrettung von Paul Sheldon, der unglücklichen Hauptfigur aus Misery, gesagt werden muss, der war noch nicht schizophren.

Bei Thad Beaumont, hier verkörpert von Timothy Hutton, sieht das anders aus. Er hatte als Embryo einen eineiigen Zwilling. Dann verschmolzen sie noch in der Fruchtblase zu einem Körper. Dem vom Thad. Der schreibt unter seinem richtigen Namen harmlose und leider auch erfolglose Bücher. Verdammt viel Geld verdient Thad jedoch unter seinem Pseudonym George Stark. In Starks Bestsellern wird gemetzelt, dass die Fetzen fliegen.

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Das fragile Gleichgewicht zwischen den Zwillingen kippt, als ein Typ glaubt, es wäre eine gute Idee, den sanften und friedlichen Thad zu erpressen.

Ihr habt noch nicht genug von Timothy Hutton? Na, schön!

Das geheime Fenster (2004)

Oh, nein! Schon wieder Stephen King! Und er hat erneut einen schizophrenen Schriftsteller am Start. Johnny Depp hat diesmal das Vergnügen den Zerfall eines Autors in zwei Persönlichkeiten darzustellen. Kristallisationskeim für die Spaltung ist (mal wieder) eine Erpressung.

Fun Fact am Rande: Johnny Depp entfernt Timothy Hutton, der in Stark- The dark Half noch die titelgebende Hauptrolle hatte, hier aber nur den den Geliebten seiner Frau spielen darf, nun, ja, operativ aus dem Handlungsstrang.

Bereits erschienen in der Reihe schizophrene Schlitzer sind:

Schizophrene Schriftsteller

Schizophrene Schlitzer – Und wer hat’s erfunden?!

Ich bin der Böse?! Die schizophrenen Schlitzer im Kino

Schizophrene Schlitzer – Zum Schreien komisch!

Ihr kennt noch weitere Filme mit schizophrenen Schriftstellern?? Schreibt sie doch einfach in die Kommentar-Box rein!

markus

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markus
Tags: Film