Politik

Schleudersitz Bundesminister – Dieser Posten ist am riskantesten

Verteidigungsministerin Lambrecht trat nun zurück. Doch welcher Ministerposten erweist sich seit 1955 für Politiker am heikelsten?

Das Bundeskabinett zur Amtseinführung mit Bundespräsident Steinmeier. Und immer noch mehr oder weniger in Originalbesetzung

Veröffentlichung: 18. Januar 2023

Nachdem sich die Gerüchte über das Wochenende verdichteten, hat sie es also doch getan. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht bat am Montag (16 Januar 2023) Olaf Scholz um ihre Entlassung. Nachfolger wird der SPD-Politiker Boris Pistorius. Es hat demnach im Anschluss an die Familienministerin nun die Verteidigungsministerin erwischt.

Doch welcher Ministerposten hat sich seit 1955 für Politiker als am heikelsten erwiesen?

Die Bundesminister – Anzahl der Ministerwechsel

Warum fehlen einige Bundesminister?

Quellenangaben

Die Bundesminister – Anzahl der Ministerwechsel

Nicht jeder Ministerwechsel muss ein Rücktritt sein. Häufig, aber nicht immer, kommt ein anderer Politiker schlicht durch die nächste Legislaturperiode auf den Ministerposten. Aber auch das ist keine eiserne Regel. Norbert Blüm hielt sich fast 16 Jahre lang auf dem Posten des Arbeitsministers.

Trotzdem haben sich im Laufe der Zeit einige Ministerien als regelrechte Schleudersitze für Politiker erwiesen.

Tja, ich weiß nicht, wie es euch geht, doch damit hatte ich nicht gerechnet.

Ich hatte zuvor ein paar mal gelesen, für einen Politiker sei das Amt des deutschen Verteidigungsministers der riskanteste Job, und das dann auch geschluckt. Nach Scharpings und zu Guttenbergs krachenden Rücktritten, ließ sich das auch leicht glauben.

Aus der Zahl der Ministerwechsel lässt sich das jedoch nicht herauslesen. Da liegt das Amt der Familienministerin vorne, gemeinsam mit dem, des Justizministers. Es gab hier 22 Wechsel im Amt. Mehr als bei den anderen Ministerien. Anne Spiegels Rücktritt war im Nachhinein betrachtet, wohl doch kein so großer statistischer Ausreißer.

Schlechte Nachrichten für Baerbock-Gegner

Es gibt schlechte Nachrichten für die Gegner der amtierenden Außenministerin Annalena Baerbock. Auch wenn ihr Amt verlangt, um die ganze Welt zu reisen, so hat sie doch tatsächlich das ruhigste Amt erwischt. Nur 15 Wechsel des Ministers gab es seit 1955.

 

Warum fehlen einige Bundesminister?

Einige Ministerien tauchen im Chart überhaupt nicht auf, wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt. Z.B den Posten des Gesundheitsministers. Der wurde 1961 erst sechs Jahre nach dem Verteidigungsminister geschaffen. (und zudem fast zwei Jahrzehnte lang dem Minister für Familien zugeordnet)

Noch mal erst ein Vierteljahrhundert später, nämlich 1986, schuf die Bundesregierung das Amt des ersten Umweltministers.

Und der Forschungs- – bzw. Bildungsminister ist sein eigenes Kapitel für sich. Wikipedia listet hier auch Franz-Josef auf. Der war 1955 tatsächlich Bundesminister für Atomfragen. Bis es aber zu einem ersten Forschungsminister kommt, dauert es bis 1962. Und der erste Bildungsminister wurde auch erst Ende der 60er Jahre ernannt.

Auch interessant in dem Zusammenhang: Die SPIEGEL Titelbilder – Verteidigungsminister im Visier

Quellenangaben

Die Daten stammen aus diversen Listen nur bei Wikipedia. Die Links findet ihr im Anschluss:

Finanzminister

Arbeitsminister

Familienminister

Innenminister

Außenminister

Verteidigungsminister

Justizminister

Verkehrsminister

Ernährungsminister

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markus

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