Wahn und Wirklichkeit

Wir bleiben zu Hause! Diese Filme motivieren dich durchzuhalten!

Einfach ist das Motto Wir bleiben zu Hause nicht durchzuhalten. Natürlich dämmt das Verhalten die Verbreitung von Covid-19 ein. Es wäre aber wirklich leichter durchzuhalten, wäre das Wetter nicht so herrlich sonnig.

Und auf der anderen Seite konnte man sich auch manchmal eine böse Frage nicht verkneifen: Wenn Fernsehsender unbedingt wollen, dass wir zu Hause bleiben, warum bringen sie dann ein so mieses Programm?

Doch damit ist jetzt Schluss!

Wir haben für Euch die 12 schönsten Filme zusammengestellt, bei denen das zu Hause bleiben wieder so richtig Spaß macht!

Agoraphobia –  Der Tod lauert überall (2015)

Nina hat Angst sich unter Menschen zu mischen oder sich im Freien zu bewegen. Das abgelegene Landhaus aus einer Erbschaft schien wirklich perfekt für sie zu sein. Entpuppt sich allerdings im weiteren Verlauf leider als Spukhaus.

Kann Nina sich ihren Ängsten stellen und das Anwesen verlassen?

Phobia (2016)

Phobia, ein Psycho-Thriller aus Indien, hat praktisch das gleiche Setting wie Agoraphobia – Der Tod lauert überall. Nur ist bei Phobia alles eine Nummer kleiner und prägnanter. Mehuk kann ihre Wohnung nicht verlassen.

Drin bleiben kann sie aber auch nicht.

Agoraphobia – Die Angst im Kopf (1992)

Na, das ist doch mal ein idyllisches Plätzchen, um seine Agoraphobie zu pflegen! Christine Lahti hat sich zu dem Zweck eine pittoreske Berghütte ausgesucht. Und da sie sich nicht unter die Menschen nach draußen traut, kam sie in der Not auf eine ziemlich clevere Umkehrung.

Warum nicht ein paar Fremde zu sich in die Hütte lassen?

Shrews Nest (2015)

Alles kein Beinbruch?

Ja, als verletzter Nachbar darf man energisch auf Nachbarschaftshilfe pochen! Aber muss man sich ausgerechnet eine männerhassende Frau aussuchen, die ihr Apartment schon seit Jahren nicht mehr verlassen hat?!

Das Thema kommt Euch vage bekannt vor?

Sehr gut! Ihr seid in Filmgeschichte bewandert. Die Mutter aller Wehrloser-Mann-in-den-Fängen-einer-durchgeknallten-Frau-Filme ist natürlich…

Misery (1990)

(Und da haben wir auch gleich die berühmteste Szene aus Misery. Annie sorgt mit einem Vorschlaghammer dafür, dass Paul die nötige Bettruhe einhält. Stephen King, der die Romanvorlage schrieb, war weniger zimperlich. Im Roman benutzt Annie eine Axt.)

Schriftsteller Paul Sheldon landet nach einem Unfall verletzt in der Wohnung von Annie.

  • Gut ist, dass sie eine Ausbildung als Krankenschwester hat.
  • Noch besser, sie ist sein Fan Numereo Uno!
  • Und am besten ist, wie sie ihn motiviert seine Schreibblockade endlich zu überwinden und den nächsten Bestseller zu verfassen!

Weniger gut ist hingegen, dass der Fan Numero Uno einen riesen Sprung in der Schüssel hat.

Regisseur Rob Reiner verfilmte hier einen Roman von Stephen King, der im Deutschen unter dem Titel Sie erschien. Großen Erfolg hatte er selbst mit der Verfilmung nicht.

Allerdings sahnte Hauptdarstellerin Kathy Bates richtig ab. Sie gewann mehrere große Preise (allen voran natürlich den Oscar und einen Golden Globe).

Außerdem stufte das American Filminstitute die Rolle der Annie auf Platz 17 der schlimmsten Schurken der Filmgeschichte. Nicht schlecht. Aber auch nicht perfekt. Auf dieser Liste tummeln sich noch sechs Frauen vor ihr, die allesamt bessere Platzierungen erreichten.

Deadly Home (2015)

Die arme Anna. Sorgt sich fürsorglich um ihren krebskranken Bruder! Kann wegen ihrer Agoraphobie nicht mal das große Anwesen verlassen.

Und was passiert?!

Drei wirklich skrupellose Psycho-Freaks beschließen in die Villa einzubrechen.

Der Streifen folgt so einfallslos dem 0815-Leitfaden für Agoraphobie-Filmen, dass er mir nicht mal einen YouTube-Trailer wert war.

Wie es besser geht, seht ihr hier

Panic Room (2002)

Der Klassiker. Jodie Foster und ihre Tochter flüchten vor 3 Einbrechern in einen Safe-Room. Uneinnehmbar,  das Teil! Aber wie die beiden auf die harte Tour lernen müssen, nutzt alles nichts, wenn es nicht online ist.

Aber ist das wirklich schon DER KLASSIKER?

Nein, das ist das Teil hier:

Warte, bis es dunkel ist (1967)

Und wieder versuchen 3 Einbrecher in das Haus einer wehrlosen unschuldigen Frau einzudringen. Erschwerend kommt Bei warte, bis es dunkel ist hinzu, diesmal ist die Hauptfigur zudem auch noch blind.

Übrigens ist Warte, bis es dunkel wird, keine Neuverfilmung von Warte, bis es dunkel ist. Sondern einfach nur ein eigenständiger schlechter Film.

Surrogates (2009)

Im Jahr 2054 bleiben Menschen brav zu Hause. Humanoide Roboter, sogenannte Surrogates, erledigen stattdessen als Stellvertreter ihre Arbeit da draußen im Lande.

Wenn die Surrogates in einer Neuverfilmung auch noch Mund- und Nasenschutz tragen werden, hätten wir den perfekten Stay-at-Home-Movie.

Columbus Circle (2012)

Dumm gelaufen für Abigail. Da hat sie ihr Appartment seit Jahren nicht mehr verlassen. Und als sie dann einmal für ein paar Minuten mit riesigem Widerwillen doch nach draußen geht…

…schleicht sich eine fiese Ratte in ihre Wohnung und installiert einen Virus auf ihrem Computer.

Copykill (1995)

Nachdem sie in der Universität beinahe von einem verrückten Serienkiller erdrosselt wird, hat Profilerin Sigourney Weaver einen verständlichen Einfall. Wenn sie brav zu Hause bleibt, kann so etwas nie mehr passieren!

Ein anderer Serienkiller hat allerdings auch einen Einfall: Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet eben zum Berg…

Der Knochenjäger (1999)

Regisseur Phillip Noyce haute dieses Teil 7 Jahre nach Copykill raus. Erneut fesselt ein Handicap den Profiler an die eigene Wohnung.

Aber da es so eine Art Fortsetzung ist, müssen dem Protagonisten natürlich fiesere Daumenschrauben angelegt werden. Eine Querschnittslähmung erledigt diesen Job in Denzel Washingtons Fall. Denzel hat nur seine Stimme und einen Zeigefinger zur Verfügung, um irgendwie Einfluss zu nehmen.

Schlusserkenntnis

Wahrscheinlich fiel es euch auch auf: arme, scheinbar wehrlose Frauen trifft die Wohnung als Gefängnis-Falle wesentlich öfter.

Aber seien wir ehrlich. Die Männer trifft es härter.

markus

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markus
Tags: Film