Categories: Wahn und Wirklichkeit

Was taugt die 7 Tage Prognose von Wetter.com?!

Bildquelle Pixabay Fotograf dimitrisvetsikas1969

Wie viele nutze auch ich die kurzfristige Wettervorhersage von Wetter.com, um mich über die Aussichten für den nächsten Tag zu informieren. Manchmal ist es jedoch wichtig, einen etwas weiter entfernten Termin ins Auge zu fassen. Hier bietet Wetter.com mehrere Möglichkeiten. Die Seite zeigt eine

  • 3 tägige Vorhersage
  • 7-tägige Prognose
  • und eine Vorhersage über erstaunliche 16 Tage.

Wir nehmen heute die 7-tägige Prognose unter die Lupe. Ich wählte als Standort Frankfurt am Main aus. Gleichzeitig kann man unter Wetter.com sich auch einen Rückblick ansehen. Wie war das Wetter an meinem Standort?

So ließen sich leicht 3 Soll/Ist-Datenreihen für den Monat Januar erstellen:

  • Die Tageshöchsttemperatur
  • Die Tagestiefsttemperatur
  • Die Niederschlagsmenge

Und los geht’s!

Die Tageshöchsttemperatur

Die blaue Linie steht hier für die angekündigte Temperatur. Und die rote Linie für die tatsächliche Tageshöchsttemperatur. Mit bloßem Auge erkennt man, es stimmt so ungefähr.

Aber wie sehr weichen prognostizierte Werte von der Wirklichkeit ab?

Im Durchschnitt weicht die angekündigte Temperatur um 2,14 Grad von der tatsächlichen Temperatur ab. Das größte Fehlsignal passierte zum Ende des Monats. Am 24. Januar glaubte Wetter.com am 31. läge die Tageshöchsttemperatur bei 9 Grad. Die Messstation am Frankfurter Westend maß dann jedoch 15,6 Grad.

Die Tagestiefsttemperatur

Auch hier steht die blaue Linie für die angekündigte Temperatur, und die rote Linie für die tatsächliche Tagestiefstemperatur.

Die durchschnittliche Abweichung der prognostizierten von der gemessenen Tagestiefsttemperatur betrug ebenfalls knapp über 2 Grad (2,16 Grad)

Die Niederschlagsmenge

Wir brauchen uns hier gar nicht lange mit Mittelwerten aufzuhalten.

Ein Blick auf das Diagramm sagt genug. Bei Niederschlägen versagt die Prognosefähigkeit von Wetter.com.

Die ersten ergiebigen Niederschlagsmengen vom 8. bis 10. Januar sah man überhaupt nicht kommen. Etwas besser lief es bei der zweiten Serie von verregneten Tagen. Diese passierten am 27. und 28. Januar. Wetter.com verschätzte sich grob bei der Niederschlagsmenge. Und war bei der zeitlichen Einordnung ein wenig zu vorschnell.

Das Fazit

Alles in allem ist die 7 Tage Prognose von Wetter.com ein recht guter Indikator. Nehmt aber besser zur Sicherheit immer einen Regenschirm mit, wenn ihr euch auf sie verlasst.

markus

View Comments

Published by
markus

Recent Posts

AKK versucht Scheuer ihren Rücktritt zu erklären

[gallery size="medium" ids="24124,24125,24126"]

9 Stunden ago

DER SPIEGEL: Die Zwillings-Titelbilder zu deutschen Politikern

Das aktuelle Spiegel Cover. Wir sehen Friedrich Merz vor einem monochromen, auf seinen Anzug abgestimmten,…

2 Tagen ago

EZB erwägt „Umbenennung“ des Euro

Das ging schnell. Kaum war Ursula von der Leyen neue Chefin der EU-Kommission hatte sie…

4 Tagen ago

Was steigt schneller? Die Inflation oder der Preis für Eigentumswohnungen?

Die Messung der Inflationsrate hat einen klaren Sinn. Sie soll dokumentieren, wie sich die Lebenshaltungskosten…

5 Tagen ago

Hier spricht ein zukünftiger Chef

Neulich war ich zu Besuch bei einer jungen Familie. Während die Mutter irgendeinen Teig knetete,…

6 Tagen ago

Heils verblüffendes Fazit zur Arbeitsverdichtung

Arbeitsminister Hubertus Heil hat anscheinend diese Statistik zur Arbeitsverdichtung gelesen. Mehr Infografiken finden Sie bei…

1 Woche ago