DER SPIEGEL: Die Jesus Titelbilder

Mit SPIEGEL Cover Jesus geht die Serie in eine neue Runde.

Jesus
17/2019
Das Christentum und der Glaube

Auf Bildebene sehen wir auf dem aktuellen Titelbild die Auferstehung von Jesus. Zum Osterfest ein durchaus passendes besinnliches Cover.

DER SPIEGEL reitet auf der Textebene dagegen ein totes Pferd: Warum selbst Christen keinen Gott mehr brauchen. Gibt es Gott überhaupt?

Für diese Behauptung hätte es nicht wirklich eine neue Ausgabe gebraucht:

Die Frage scheint dem SPIEGEL auf der Seele zu brennen. 1978 stellte er sie das erste mal. Das war überhaupt das allererste mal das Gott auf dem Cover erschien. Anschließend warf er diese Frage in verschiedenen Varianten noch bei 7 weiteren Titelbildern auf. 

Und wie wir im Laufe des Beitrages noch sehen werden, sind das nicht die einzigen Titelbilder.

So jedenfalls wird Jesus in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL dargestellt. Wie aber präsentierte DER SPIEGEL Jesus in früheren Ausgaben seit 1970?

SPIEGEL Cover Jesus: Der Rückblick –  Heute mit…

  • Jesus Christ Superstar
  • Warum selbst Christen keinen Jesus mehr brauchen
  • Die Rekonstruktionen
  • Das Kreuz mit dem Kruzifix
  • Jesus und das Verhältnis Christentum zum Islam 
  • Jesus als Statist
  • …und wir verleihen wieder den Twin award

Jesus Christ Superstar

SPIEGEL Cover
8/1972

Mit dieser Ausgabe Anfang der Siebziger fing alles an. Andrew Lloyd Webber brachte 1971 Jesus Christ Superstar heraus. Das Teil, irgendwas zwischen Musical und Rock-Oper, wurde ein Riesenerfolg. Wie bei allen Riesenerfolgen versuchten Nachmacher mit einer ähnlichen Nummer leicht an Geld zu kommen. Ein neuer Trend war geboren.

Er hielt allerdings nicht lange an.

Warum selbst Christen keinen Jesus mehr brauchen

Ein großer Trend braucht viele Gesichter. Und der Trend, dass sich die Menschen von der Kirche abwenden, ist gewaltig. Im Jahr der Wiedervereinigung waren noch knapp 3/4 aller Deutschen katholisch oder evangelisch.

Eines der drei Viertel hat sich in der Zwischenzeit von den Kirchen verabschiedet.

Hier also die SPIEGEL Titelbilder mit Jesus, der die Abkehr der Menschen vom Glauben mitansehen muss.

Die Rekonstruktionen

Was genau geschah damals vor ca. 2000 Jahren in Jerusalem?

DER SPIEGEL ging im Laufe der Jahrzehnte einige Male auf Spurensuche. Dabei recherchierte DER SPIEGEL über

  • den historischen Menschen (22/1996)
  • die Kreuzigung (16/2004)
  • den heiligen Gral (fand ihn aber nicht) (52/2004)
  • Den Sektenführer Jesus (13/2008)
  • den Rebellen (17/2011)
  • die letzten Tage Jesu (14/2018)

Kreuz und Kruzifix

SPIEGEL Titelbild
33/1995

Erst ein Viertel Jahrhundert nach dem ersten Cover tauchte Jesus erneut auf dem Titelbild eines SPIEGEL auf.

Dürfen in weltlichen Schulen überhaupt religiöse Symbole aufgehängt werden?

So lautete damals die Gretchenfrage.

Nein, dürfen sie nicht. Das war zumindest die Ansicht des Bundesverfassungsgerichts. Allerdings hing kaum ein Direktor wirklich die Kruzifixe mit Jesus ab.

Hier haben wir mal wieder einen prima Fall von Bleib locker: Das Gegenteil ist auch richtig!

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied 2011: Na, klar, kann ein Staat das Aufhängen von Kruzifixen vorschreiben 

Jesus und das Verhältnis von Christentum zum Islam

5-mal brachte DER SPIEGEL Islam und Christentum gemeinsam auf das Cover. Das angespannte Verhältnis erschien vor 17 Jahren zum ersten mal auf dem Titelbild. Kurz nach den Anschlägen des Elften September.

Jesus als Statist

Jesus ist einer der wichtigsten Menschen der Geschichte. Da liegt es nahe ihn als Beiwerk zu allen möglichen anderen Themen mit auf das Titelbild zu hieven. Das macht mal mehr, mal weniger Sinn.

…and the twin award goes to…

Hier haben wir zwei weitere Oster-Ausgaben. Leider seitenverkehrt gebracht. Die erste stammt aus dem Jahr 1999, die zweite aus dem vorletzten Jahr.

Und hier geht es zur Hauptseite: 

Themenübersicht Spiegel Titelbilder

DER SPIEGEL ist eine der auflagenstärksten deutschen Wochenzeitschriften, und bei den Titelbildern legen sie sich richtig ins Zeug. Die SPIEGEL Cover schafften es sogar schon zu Ausstellungen in Museen. Für sämtliche Cover liegt das copyright bei DER SPIEGEL

Dies ist die aktualisierte Version eines Artikels, der zuerst Ostern 17 erschienen war.

2 Gedanken zu „DER SPIEGEL: Die Jesus Titelbilder“

  1. An Gott zu glauben ist nicht vernünftig!
    „Nicht Gott schuf den Menschen, sondern der Mensch schuf Gott“
    Was machte er vorher, bevor er schuf????
    Tatsächlich gehört „Gott“ zu den ältesten und variantenreichsten Erfindungen des Homo sapiens.

  2. Vernünftig?
    Ist es denn etwa vernünftig, an den Zufall zu glauben? Dass irgendwie aus toter Materie Leben entstand? Auf das gute im Menschen zu hoffen, ohne dass es dafür sonst einen Grund gäbe?
    Menschen glauben an alles mögliche, an eine Wissenschaft, die sie nicht verstehen, an Demokratie und Freiheit, die sie auch nicht aus ihrer Unzufriedenheit erlöst. Sie suchen den Sinn des Lebens und verschließen gleichzeitig die Augen. Kirche, Religion und Gott wird von denen gleichgesetzt, die nicht die geringste Ahnung haben, wovon sie sprechen.
    Was soll daran vernünftig sein?
    Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

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