Mehrarbeit oder weniger Arbeit? comme ci, comme ca

Jutta Krellmann von der Linksfraktion hat eine neue langjährige Studie zur Mehrarbeit vorgestellt. Tenor: Viele Deutsche leiden unter zunehmender Schicht- und Mehrarbeit.

Mehrarbeit
Gesundheitsminister Herr Fat meint: Man muss die Dinge auch positiv sehen

Mehrarbeit

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Das Überstunden eine große Belastung für die meisten Arbeitnehmer darstellen stimmt bestimmt. Andrerseits haben wir auch mal wieder einen typischen Fall von

Bleib locker. Das Gegenteil ist auch richtig

Eines muss man der Linksfraktion lassen. Sie stellt mit Abstand die interessantesten Anfragen. Krellmann bezieht ihre Aussage auf die Antworten der Bundesregierung zu ihrer Kleinen Anfrage „Arbeitszeiten in Deutschland“. Darin heißt es unter anderem die Zahl der Beschäftigten, die regelmäßig länger als 48 Stunden arbeitet, nahm deutlich zu. Für den Vergleichszeitraum hat man sich sogar richtig Zeit gelassen. Er beträgt ganze 2 Jahrzehnte. Nämlich von 1995 bis 2015.

Gleichzeitig findet man aber auch ohne Probleme Studien, die zu einem entgegengesetzten Resultat bei Mehrarbeit kommen. Zum Beispiel:

das IWH: Sie kommen zu folgenden Zahlen :

1995 musste ein abhängig Beschäftigter im Schnitt 15 Überstunden pro Monat leisten.

Bis 2010 sank die Zahl auf 12 Überstunden im Monat

Die Boeckler Stiftung steht mehr auf eine jährliche Betrachtung. Laut ihren Zahlen  musste ein Arbeitnehmer 77 Überstunden im Jahr erbringen.

Dann wurde die durchschnittliche Zahl der Überstunden bis auf 47 Stunden im Jahr 2012 eingekocht.

…Äh?

Ja! Hier passt so einiges nicht zusammen.

Warum werden in der Kleinen Anfrage (ob die große Anfrage kleingeschrieben wird, weiß ich nicht) Überstunden erst ab 48 Wochenstunden berücksichtigt?

Und wieso ergeben 15 Stunden Mehrarbeit/Monat bei IWH (1995) 180 Stunden im Jahr, während die Böckler-Stiftung nur auf 77 kommt?

Das läuft alles unter Statistik.

Bezahlte Mehrarbeit zu erfassen, ist nicht allzu schwierig. Unbezahlte/schwarz ausbezahlte Mehrarbeit muss dagegen geschätzt werden. Und der eine schätzt halt so, der andere so.

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