Mindestlohn Inflation

Die Entwicklung des Mindestlohns vs. Inflation 2015-2026

Was war schneller? Die allgemeine Inflationsrate? Oder die Entwicklung des Mindestlohns? So hat sich das Rennen seit 2015 entwickelt

Aktualisiert: 6. Oktober 2026

Mindestlohn Inflation

Der Mindestlohn gilt für (fast) alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren und soll dabei für eine angemessene Bezahlung und Schutz vor Lohndumping sorgen (Für Praktika gilt er, na,ja, grundsätzlich auch. Aber das ist heikles Gebiet, und da gibt es eine Reihe von Ausnahmen) Er beträgt bis Ende 2026 13,90 €.

Was eine angemessene Lohnuntergrenze ist, bestimmt eine Mindestlohnkommission. Manchmal auch, wenn der Politik das Ergebnis nicht gefällt, der Gesetzgeber. Wann dieser Zeitpunkt war, erkennt ihr recht gut im Chart zwei Kapitel weiter unten.

Heute lasse ich also die allgemeine Inflationsrate gegen Deutschlands Mindestlohn antreten. Das Wettrennen ließ ich 2015 starten.

Mal schauen, wer als Erster durch das Ziel läuft!

Einleitung

And the winner is…

Unheimlich wird des Schlossers Kraft

Und das sagt Marie Antoinette zur Entwicklung des Mindestlohns

Einleitung

Manchmal finde ich von etwas eine weit in die Vergangenheit reichende Datenreihe. Dann vergleiche ich unter dem Stichwort Inflation die jeweilige Datenreihe mit der offiziellen Inflationsrate langfristig. Die Inflationsdaten stammen von dieser Seite.

Nun habe ich mir die Entwicklung der Lohnuntergrenze angeschaut. Die Datenreihe startete 2015. Der minimale Lohn lag damals bei 8,50 Euro.

Klatscht man auf der anderen Seite alle Inflationsraten seit 2015 aufeinander, ergibt sich die Gesamt-Inflation. (Genaugenommen multipliziert man die einzelnen Inflationsraten miteinander.) Sie beträgt seit dem Jahr 2015 40 %.

Auf gut Deutsch: Der Preis einer durchschnittlichen Ware sollte von 2015 bis 2026 gut ein Drittel teurer geworden sein.

Und?

Wie entwickelte sich der Mindestlohn im Vergleich zur gesamten Inflation? Nun, hier ist der Chart:

Das sieht gar nicht mal so schlecht aus. Bis zu Hubertus Heils Eingriff in den Mechanismus zur Bestimmung der Lohnuntergrenze lagen Inflation und Minimallohn nahe beieinander. Dann, im Sommer 2022, setzte sich der Gesetzgeber über die Kommission hinweg und legte fest, dass ab Oktober 22 der Mindestlohn auf 12 € angehoben wurde.

Wir landen mittlerweile bei der Lohnuntergrenze bei einem Multiplikator von 164 %, was einem Anstieg um 64 % gegenüber dem Stand von 2015 entspricht. Von den anfänglichen 8,50 Euro losgehend, sind wir inzwischen bei 13,90 € angekommen.

Die offizielle (Gesamt-)Inflationsrate kommt dagegen nur auf einen Faktor von 140 %(und entsprechend einem Anstieg von 40 %). Somit liegt die Inflation mittlerweile recht deutlich unterhalb des Anstiegs des Mindestlohns.

Die durchschnittliche offizielle Inflationsrate liegt bei 3,1 % pro Jahr 2015-2026.

Einen Tick darüber liegt die Entwicklung der Lohnuntergrenze. Hier kommen wir pro Jahr auf eine durchschnittliche Erhöhung von 4,6 %. Das macht gerade einmal 1,5 % Differenz pro Jahr. Keine allzu große Differenz sollte man meinen.

Allerdings läuft die Reihe auch bereits seit 11 Jahren. Ach, wenn es bloß diesen blöden Zinseszins nicht gäbe. Wir kommen somit immer noch auf einen Unterschied von 24 %!

Und das sagt Marie Antoinette zur Entwicklung der Lohnuntergrenze:

Preis Flugtickets
Die Arme. Erst wurde sie hingerichtet, und dann legen die Leute ihr auch noch Zitate in den Mund, die sie nie gesagt hat. Bildquelle Wikipedia

Wenn ihnen der Mindestlohn zu gering ist, sollen sie sich halt einen besser dotierten Job suchen!

Übersicht

Und hier findet ihr unter dem Schlagwort Inflation noch mehr

Langzeit-Rennen Inflationsrate vs. Herausforderer. Zum Beispiel…

Bürokratie

Die Erhöhungen des Rundfunkbeitrags

Deutschlands Steuereinnahmen

Der Grundfreibetrag

Die Erhöhungen der Diäten der Bundestagsabgeordneten

Die Gebühr für den Perso

Die Partei-Zuschüsse

Der Bundesetat

Die Kirchensteuer

Das Aufkommen der Grunderwerbsteuer 

Der Bußgeldkatalog

Die Pendlerpauschale

Die Zoll-Obergrenze für Barmittel

Nahrungsmittel

Der Butterpreis

Die Kosten für das Trinkwasser

Der Bierpreis auf dem Oktoberfest

Der Preis für einen Döner

Der Preis für einen Hamburger (McDonalds)

Freizeit

Die Kinokarte

Die Kosten für den Urlaub

Die Kosten für ein Flug-Ticket

Der Preis eines Fernsehers

Das Ticket für die Frankfurter Buchmesse

Der Preis einer Zigarette

Die Erlöse der Theater

Der Mindestunterhalt der Düsseldorfer Tabelle

Zeitungen & Zeitschriften

Der Heftpreis des SPIEGEL

Der Focus

Die Bild

Das Wirtschaftsmagazin brand eins

Die Wirtschaftswoche

Der Stern

Diverses

Der Target2-Saldo,

Die Geldmenge M3 

Hartz IV/Bürgergeld

Der deutsche Beitrag zum EU-Haushalt

Der Preis fürs Schwarzfahren

Der Rentenwert

Der Sparerfreibetrag

Das Spendenaufkommen der Deutschen

Die Mieten

Die Eigentumswohnungen

Der Strompreis

Der Standardbrief

Die Inflation der Eurozone

Die Pfändungsfreigrenze

Der Mindestlohn

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