In the long run

Oktoberfest – Die Preisentwicklung für ein Maß Bier vs. die Inflation 1991-2024

Was stieg schneller? Die allgemeine Inflationsrate? Oder die Preisentwicklung eines Maß Bier auf dem Oktoberfest? (1991-2024)

Aktualisiert: 23. Juli 2024

Der durchschnittliche Preis für das Maß Bier auf dem Oktoberfest 2024 wird 14,73 € betragen. Allerdings ist niemand gezwungen auch diesen Preis zu zahlen, denn es gibt über ein Dutzend Festzelte und knapp 20 Mittelbetriebe.

Klar könnt ihr ein Maß Bier bei Münchnerstubn trinken. Ihr habt dann aber zielsicher den teuersten Preis für das Maß Bier bei dem diesjährigen Oktoberfest herausgesucht. Und er liegt bei 15,30 €. Weil Statista in der Vergangenheit jedoch eine Datenreihe für das günstigste Maß Bier auf dem Oktoberfest erstellte, werden auch wir den niedrigsten Preis als Vergleichsmaßstab heranziehen. Und dazu müsst ihr beim Familienplatzl einkehren. Hier liegt der Preis 2024 bei erstaunlich „billigen“ 13,60 €.

Ich lasse also im Rennen gegen die allgemeine Inflationsrate den Preis für 1 Maß Bier auf dem Oktoberfest antreten.

Das Rennen startete 1991. Mal schauen, wer als Erster durch das Ziel läuft!

Einleitung

And the winner is…

Unheimlich wird des Schlossers Kraft

Und das sagt Marie Antoinette zur Entwicklung des Preises für ein Maß Bier

Einleitung

Manchmal finde ich von etwas eine weit in die Vergangenheit reichende Datenreihe. Ich vergleiche dann unter dem Stichwort Inflation die jeweilige Datenreihe mit der offiziellen Inflationsrate langfristig. Die Inflationsdaten stammen von dieser Seite.

Nun hatte sich Statista.com 2017 die Preisentwicklung des Bierpreises des Oktoberfestes angeschaut.

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Er lag 1991 bei 7,40 guten alten DM, bzw. umgerechnet 3,78 € für das günstigste Maß.

Klatscht man auf der anderen Seite alle Inflationsraten seit 1991 aufeinander, ergibt sich die Gesamt-Inflation. (genaugenommen multipliziert man die einzelnen Inflationsraten miteinander.) Sie beträgt 1991 – 2024 189 %.

Auf gut Deutsch: Der Preis einer durchschnittlichen Ware sollte seit 1991 sich knapp verdoppelt haben.

Und?

Wie hat sich der Preis für ein Oktoberfest-Bier nun entwickelt?

Das sieht nicht gut aus. Da landen wir mittlerweile bei einem Multiplikator von 360 % und entsprechend einem Anstieg von 260 %. Von den anfänglichen 3,78 € aus dem Jahr 1991 losgehend, sind wir inzwischen bei 13,60 € angekommen. Die offizielle (Gesamt-)Inflationsrate erhöhte sich dagegen gerade einmal um 89 %.

Unheimlich wird des Schlossers Kraft…

…wenn er mit Verlängerung schafft.

Das Hebel-Gesetz: Sehr leicht zu verstehen! Fragen sie einfach ihr Vermögen oder eine hohle Nuss Bildquelle Pixabay Fotograf marcelkessler

Ähnliches lässt sich auch über die Geldentwertung sagen. Die durchschnittliche offizielle Inflationsrate liegt bei 1,95 Prozent pro Jahr seit 1991.

Schon deutlich höher liegt die Entwicklung für das günstigste Maß auf der Wies’n. Hier kommen wir pro Jahr auf eine durchschnittliche Erhöhung von 3,96 %. Das macht recht genau 2 Prozent Differenz pro Jahr. Eigentlich nur eine kleine Differenz.

Wenn die Reihe nur nicht so lange laufen würde. Und wenn es diesen blöden Zinseszins nicht gäbe. Wir kommen somit immer noch auf einen Unterschied von 170 %.

Wie so vieles andere auch, entwickeln sich die Kosten für ein Oktoberfest-Bier deutlich aggressiver als die allgemeine Inflationsrate.

Zufall?

Irgendwas stimmt hier nicht! Er weiß bloß noch nicht was Bildquelle: Pixabay/ Fotograf: Miniformat65

Nein. Statistik-Tricks. Wir werden enteignet. Es geschieht nur so langsam, dass wir es nicht bemerken. Philipp Röslers Gleichnis vom Frosch im kaltem Wasser kommt hier wieder ins Spiel. Wenn man einen Frosch in kaltes Wasser werfe und die Temperatur langsam erhöhe, merke der das erst, wenn es zu spät sei.

Und das sagt Marie Antoinette zur Entwicklung des Preises für ein Oktoberfest-Bier:

Die Arme. Erst wurde sie hingerichtet, und dann legen die Leute ihr auch noch Zitate in den Mund, die sie nie gesagt hat. Bildquelle Wikipedia

Wenn ihnen ein Bier auf der Wies’n zu teuer ist, sollen sie’s halt woanders kaufen!

Übersicht

Und hier findet ihr unter dem Schlagwort Inflation noch mehr

Langzeit-Rennen Inflationsrate vs. Herausforderer. Zum Beispiel…

Bürokratie

Die Erhöhungen des Rundfunkbeitrags

Deutschlands Steuereinnahmen

Der Grundfreibetrag

Die Erhöhungen der Diäten der Bundestagsabgeordneten

Die Gebühr für den Perso

Die Partei-Zuschüsse

Der Bundesetat

Die Kirchensteuer

Das Aufkommen der Grunderwerbsteuer 

Der Bußgeldkatalog

Die Pendlerpauschale

Nahrungsmittel

Der Butterpreis

Die Kosten für das Trinkwasser

Der Bierpreis auf dem Oktoberfest

Der Preis für einen Döner

Der Preis für einen Hamburger (McDonalds)

Freizeit

Die Kinokarte

Die Kosten für den Urlaub

Die Kosten für ein Flug-Ticket

Der Preis eines Fernsehers

Das Ticket für die Frankfurter Buchmesse

Der Preis einer Zigarette

Die Erlöse der Theater

Der Mindestunterhalt der Düsseldorfer Tabelle

Zeitungen & Zeitschriften

Der Heftpreis des SPIEGEL

Der Focus

Die Bild

Das Wirtschaftsmagazin brand eins

Die Wirtschaftswoche

Der Stern

Diverses

Der Target2-Saldo,

Die Geldmenge M3 

Hartz IV/Bürgergeld

Der deutsche Beitrag zum EU-Haushalt

Der Preis fürs Schwarzfahren

Der Rentenwert

Der Sparerfreibetrag

Das Spendenaufkommen der Deutschen

Die Mieten

Die Eigentumswohnungen

Der Strompreis

Der Standardbrief

Die Inflation der Eurozone

Die Pfändungsfreigrenze

Der Mindestlohn

Was meint Ihr dazu?  Das würde mich interessieren! Schreibt Eure Gedanken doch einfach in die Kommentar-Box unten ⇓ rein!

markus

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markus
Tags: Inflation